Tolle Musik beim Landesmusikfest der Zupfmusiker in der Stadthalle!

Am 24. und 25. Juni fand in der Ransbach-Baumbacher Stadthalle nach 10jähriger Pause wieder das Landesmusikfest der Zupfmusiker aus Rheinland-Pfalz statt.
Die Organisation der Veranstaltung haben im Auftrage des Landesverbandes die Mandolinenvereine von Ötzingen und Sessenbach übernommen. Für den Mandolinenverein 1927 Sessenbach e.V. war es ein weiterer gelungener Baustein seiner Veranstaltungsreihe im Rahmen seines 90jährigen Bestehens.

Insgesamt haben sich 16 Ensembles aus Rheinland-Pfalz – davon 7 aus dem Westerwald – präsentiert, die die ganze Palette der Zupfmusik von den klassisch bekannten Mandolinenklängen über die modernen Kompositionen bis hin zu mitreißenden Rock- und Pop-Interpretationen darboten.

IMG 0512 Franz Josef bEin Glücksgriff ist den Veranstaltern mit der Wahl des Moderators der Veranstaltung gelungen. Franz-Josef Gerz führte sehr sachkompetent durch die Veranstaltung. Mit seiner humorvoll legeren Art ist es ihm gelungen, die Überleitungen und Hintergrundinformationen zu Orchestern und deren Musik zu einer willkommenen Zusatzinformation des Auditoriums zu machen.


JeanetteBereits der Beginn der Veranstaltung mit dem Konzert des international erfolgreichen Duos Recuerda – dahinter steht Jeanette, die ihre künstlerische Laufbahn im Mandolinenverein Sessenbach begann, mit ihrem Mann Vincente Mozos del Campo – stellte einen ersten Höhepunkt dar.

Nach den Begrüßungsansprachen von Frau Renate Pepper, der Präsidentin des Landesverbandes „Bund deutscher Zupfmusiker“ und Verbandsbürgermeister Michael Merz, sowie der Laudatio durch den Kultusminister des Landes, Herrn Prof. Dr. Konrad Wolf, stellte sich ein Jugendensemble vor. Dieses hat sich speziell für das Landesmusikfest aus den Nachwuchsspielern der Orchester aus Ötzingen und Sessenbach unter der Leitung von Barbara Hermann und Maria Neuroth gebildet.

JugendorchesterMit ihrem Programm von einem Kinderlied aus Peru bis hin zu Deep Purple’s „Smoke on The Water“ begeisterten sie das Publikum. Es war den jungen Spielern die Freude an der Orchesterarbeit anzumerken und das ist ein eindeutiger Beleg für die ausgezeichnete Jugendarbeit, die in diesen Vereinen geleistet wird.

Das Festkonzert zum Abschluss des ersten Tages bestritt das Zupf-Orchester-Rheinland-Pfalz (ZORP) mit 25 Spielern unter Leitung von José Antonio Zambrano Rivas. Das Landesorchester, in dem auch 6 Mitglieder des Sessenbacher Mandolinenvereins mitspielen, begeisterte das Publikum mit Stücken aus dem 17. bis 21. Jahrhundert. Höhepunkt war die Uraufführung einer Komposition des Dirigenten in Anlehnung an die venezolanischen Freiheitskämpfe, die derzeit in seiner Heimat ja wieder hochaktuell sind.

ZORP 001

Die Sonntagsveranstaltung begann nach den Grußworten des Landrates Herrn Achim Schwickert mit einem Konzert der Dozenten, die die Weiterbildungsseminare des Verbandes gestalten. Neben der virtuosen Musik waren auch der Spaß und die Freude für die Zuhörer förmlich greifbar, mit der die Interpreten ihren Beruf ausüben und damit ihre Schüler begeistern.

Mandolinenverein
Im letzten Teil der Veranstaltung präsentierte sich dann das Mandolinenorchester Sessenbach unter der Leitung von Corina Supper-Münzer mit drei südländischen Stücken aus ihrem Jubiläumskonzert im Mai. Insbesondere der Abschluss – Asturias von Isaac Albeniz – wurde vom Publikum begeistert aufgenommen und veranlasste den Moderator zum Schwärmen über die Ausdrucksstärke der Darbietung.
IMG 0719 Dieter Rudi
Im Anschluss ließ Ortsbürgermeister Rudi Hoppen es sich nicht nehmen, das langjährige Orchester- und Vorstandsmitglied Dieter Allmann für sein langjähriges Engagement um Sessenbach mit einer Urkunde und der Ehrenmedaille der Ortsgemeinde auszuzeichnen.


Zum Finale waren alle Aktiven aufgefordert zu einem gemeinschaftlichen Konzert auf die Bühne zu kommen. Unter Leitung des erfahrenen Dirigenten Dominik Hackner fanden sich ca. 60 - 70 „mutige“ Aktive auf der dann doch recht engen Bühne ein.
Für die Aktiven eine sicherlich tolle Erfahrung – für die Zuschauer während der öffentlichen Probe von etwa 20 Minuten ein faszinierendes Erlebnis „mitzuhören“, wie der orchestrale Ausdruck

- von Musikern, die noch nie zusammen gespielt haben,
- mit einem Dirigenten, mit dem sie noch nie gearbeitet haben,
- mit Musikstücken, die erst wenige Tage vorher genannt wurden

im Minutentakt zunehmend Gestalt angenommen hat – phantastisch!
Die Klangfülle im großen Saal der Stadthalle – ohne jegliche technische Unterstützung - war großartig. Ein sehr würdiger Abschluss dieser tollen Veranstaltung!

Die Organisatoren und Aktiven haben während der 2 Tage eine hervorragende Veranstaltung organisiert, der ein größerer Zuschauerzuspruch zu gönnen gewesen wäre.